Archiv fürKategorie: Neumann-Martin trifft
Wirtschaftspolitiker Dr. Carsten Linnemann für Amtszeitbegrenzung

11. März 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Vor Ort | by: Thomas Bening

Als letzten Gast im Rahmen ihres Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ vor der Landtagswahl begrüßte die Ettlinger CDU-Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin MdL in der vergangenen Woche den Unions- und Wirtschaftspolitiker Dr. Carsten Linnemann.

Linnemann ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und stv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der promovierte Volkswirt sprach am Abend zum Thema „Corona mit Blick auf die Wirtschaft und den Mittelstand“.

Gleich zu Beginn ging der Bundespolitiker scharf mit zahlreichen politischen Versäumnissen ins Gericht und sprach sich in dem Zusammenhang strikt dafür aus, eine grundsätzliche Amtszeitbegrenzung von Regierungsämtern und Kanzlerschaft auf maximal zwei Amtszeiten von insgesamt acht Jahren einzuführen. Man merke doch gerade zunehmend, zu was es führe, wenn man ein Amt gleich über mehrere Jahrzehnte ausführe, so Linnemann. Die nachfolgenden politischen Generationen hätten dann das Nachsehen und erstmal einen Scherbenhaufen zu beseitigen. Das politische Geschäft bleibe erstmal auf der Strecke und werfe die Partei weit zurück, so der Wirtschaftspolitiker weiter. Den Einzelhandel sowie Gastronomie und Hotellerie betreffend kritisierte Linnemann, dass man doch Regeln und Entwürfe vorliegen habe, unter deren Einhaltung man längst wieder öffnen könnte. Aber so würde man lieber weiter ganze Branchen aus Vorsicht geschlossen halten. An den politischen Entscheidungsträgern kritisierte der Wirtschaftspolitiker, dass man nicht so viel reden, sondern endlich einfach mal handeln müsse. Die Menschen möchten sehen, dass sich etwas tue und ändere und ein Land nicht im Stillstand verharre, so Linnemann abschließend.

Corona hat die Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt

9. März 2021 | no comments | Allgemein Corona-Virus Neumann-Martin trifft Vor Ort Wahl | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ empfing die Ettlinger CDU-Landtagsabgeordnete in der letzten Woche vor der Landtagswahl Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier MdB zum Thema „Zukunft und Chancen für eine starke Wirtschaft“.

90 Minuten lang stellte sich Altmaier den Fragen der Teilnehmer, unter denen auch zahlreiche Gewerbetreibende aus dem Wahlkreis Ettlingen waren. Die CDU-Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin MdL gab zu Beginn der Videokonferenz jedoch zunächst einen Abriss über die Erfolge der CDU im Land und seiner Ministerien. Eines der Hauptanliegen war, den Automobilstandort Baden-Württemberg mit seinen vielen mittelständischen Zulieferbetrieben zu sichern, so Neumann-Martin MdL. Als gesundheitspolitische Sprecherin habe sie selbst zahlreiche Initiativen ergriffen und sei gerade bei Fragen und Anliegen rund um das Thema Corona stets verlässlicher Ansprechpartner für die Bürger im Wahlkreis gewesen, so die CDU-Landtagsabgeordnete. Neumann-Martin MdL übte aber auch Kritik am Koalitionspartner. So habe sich CDU bspw. bereits im Weihnachtsgeschäft für Click&Collect stark gemacht, gegen den GRÜNEN Koalitionspartner konnte man sich jedoch an dieser Stelle leider nicht durchsetzen, so die Landespolitikerin. Mit dieser Möglichkeit hätte man den Einzelhandel zumindest etwas stärken und am Weihnachtsgeschäft teilhaben lassen können, so Neumann-Martin MdL.

„Corona hat die Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt“, so der Bundeswirtschaftsminister in seinem Eingangsstatement. Altmaier versicherte aber zugleich, dass das Geld bei allen ankommen werde. „So lange das Geld bei Ihnen allen nicht angekommen ist, wird auch niemand Insolvenz anmelden müssen“, versprach Altmaier. Er betonte aber auch, dass die endgültigen Auszahlungen über die Banken der Länder erfolgen, worauf der Bund keinen Einfluss habe. Auf die langen Bearbeitungszeiten sei gerade in Baden-Württemberg bereits früh mit der Einstellung von mehr als 100 neuen Mitarbeitern reagiert worden, um die Anträge noch zügiger bearbeiten und die Auszahlungen an die Betroffenen veranlassen zu können, so der Bundeswirtschaftsminister. Altmaier zeigte aber auch Verständnis für die Reaktionen und die Wut der Betroffenen, die täglich schriftlich im Berliner Ministerium eingingen. Er selbst habe zahlreich Bekannte und Freunde, denen es genauso ginge, er wisse daher sehr gut Bescheid und könne auch mitfühlen.

Darüber hinaus ging Altmaier aber auch auf die Bedeutung Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort ein. Die Zusammenarbeit mit der Baden-Württembergischen Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut (CDU) sei hier vorbildlich, man habe gemeinsam mit dem Land viel auf den Weg bringen können. So habe man der Firma Varta mit Sitz in Ellwangen im Sommer 2020 „über 300 Millionen Euro für eine große Batterieproduktion überreicht und BOSCH einen dreistelligen Millionenbetrag für ihr neues Halbleiterwerk“. Aber auch „zahlreichen anderen Unternehmen in Baden-Württemberg habe man viele Millionen für innovative Projekte zur Verfügung gestellt“, so Altmaier. Dies zeige, welche Bedeutung Baden-Württemberg in Deutschland habe, so der Bundeswirtschaftsminister abschließend.

Europa nach der Deutschen Ratspräsidentschaft – Wie geht es weiter?

5. März 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Wahl | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ empfing die Ettlinger CDU-Landtagsabgeordnete am vergangenen Freitag den Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament und CDU-Kreisvorsitzenden Daniel Caspary MdEP. Der Europapolitiker ist seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Caspary, der auch stellvertretender Vorsitzender der Landes-CDU ist, sprach am Abend zum Thema „Europa nach der Deutschen Ratspräsidentschaft – Wie geht es weiter?“

Zu Beginn ging der Europapolitiker auf die derzeitige europäische Corona-Situation ein, sowie auf die damit zusammenhängenden grenzüberschreitenden Einschränkungen für Familien und Pendler aber auch für die zahlreichen grenzüberschreitend agierenden Unternehmen. Caspary unterstrich dabei ausdrücklich die Entscheidung der Länder, Grenzübergänge nicht partout geschlossen zu haben.

Neben zahlreichen Fragen und Anliegen der Teilnehmer ging es vor allem um die europäische Impfsituation der letzten Wochen.

Caspary konstatierte hierbei, dass die europäische Union nicht, wie durch die Medien verbreitet, später als Großbritannien Impfstoffe bestellt habe. Sogar das Gegenteil sei der Fall gewesen. Dies sei in den letzten Wochen ein regelrechtes „Kommunikationsdesaster“ gewesen, so der CDU-Politiker. AstraZeneca habe die Bürger in der Europäischen Union offensichtlich an der Nase herumgeführt. Während trotz nachvollziehbarer Lieferprobleme bspw. Großbritannien großzügig weiter mit Impfstoffen versorgt wurde, kamen hingegen AstraZeneca-Impfstoffe nur mit massiven Einschränkungen in der Europäischen Union an. Aus diesem Grund sei es dann auch richtig, dass die Europäische Union in der vergangenen Woche die Entscheidung getroffen habe, eine Lieferung mit Impfstoffen aus der Europäischen Union in Länder außerhalb zu untersagen, um klar zu signalisieren, dass Kunden nicht mit unterschiedlichem Maßstab behandelt werden dürften und die Europäische Union dadurch benachteiligt werde.

Caspary betonte in diesem Zusammenhang aber auch, dass in den Monaten März und April Impfstoffe in großen Mengen in Europa ankommen werden. Hier werde sich dann zeigen, wie gut die einzelnen Länder aufgestellt und organisiert seien. Stand heute sei jedoch, dass alleine in Deutschland rund 4 Millionen Impfstoffe in den Kühlschränken lägen und nicht geimpft würden, so der Europapolitiker mit großem Unverständnis. In diesem Zusammenhang müsse man auch dem GRÜNEN Sozialministerium in Baden-Württemberg berechtigte Vorwürfe machen. Dieses habe schon seit fast einem Jahr gewusst, dass die Impfstoffe irgendwann kommen würden, so Caspary. Seitdem hätte man sich Strategien überlegen und alles dafür vorbereiten können, den Impfstoff möglichst rasch zu verteilen und den impfberechtigten Menschen zu impfen.

Spahn stellte sich im Wahlkreis zahlreichen Fragen

27. Februar 2021 | no comments | Allgemein Corona-Virus Neumann-Martin trifft Wahl | by: Andreas Köhler

Eines der Highlights im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ der Ettlinger CDU-Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin MdL war die Teilnahme von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB am vergangenen Wochenende. Spahn ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2012 1n gehört er dem Bundesvorstand der CDU an. Von 2015 bis 2018 war der Bundespolitiker parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Finanzen, seit März 2018 ist er Bundesgesundheitsminister. Am Bundesparteitag im Januar wurde Spahn außerdem zu einem von fünf stellv. Vorsitzenden der Bundes-CDU gewählt.

Nahezu 50 Interessierte, u.a. auch Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold, schalteten sich am Samstagvormittag zur Videokonferenz dazu. Fragen wurden sowohl im Vorfeld eingesendet als auch spontan in den Chat gestellt. Auch wenn Neumann-Martin MdL versuchte, so viel Fragen wie möglich der Teilnehmer an den Bundesgesundheitsminister zu richten, sodass am Ende fast alle Fragen beantwortet werden konnten.

Die Berichterstattung zur Veranstaltung hatte die BNN übernommen. Diese finden Sie unter dem folgenden Link zum Nachlesen: BNN-Bericht

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Friedrich Merz – Comeback im Bund so gut wie sicher

26. Februar 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Wahl | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ begrüßte die Ettlinger CDU-Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin MdL zuletzt den Generalsekretär der CDU-Deutschlands, Paul Ziemiak MdB.

Ziemiak, der seit Dezember 2018 CDU-Bundesgeneralsekretär ist, gehört seit der Bundestagswahl 2017 dem Bundestag an. Von 2014 bis 2019 war er Bundesvorsitzender der Jungen Union.

Zu Beginn dankte Ziemiak der CDU-Landtagsabgeordneten für ihre Arbeit u.a. in den Bereichen Jugendpolitik und für die zahlreichen Erfolge, die durch ihr Zutun im Land verzeichnet werden konnten. Neumann-Martin MdL, die 2016 mit 29 Jahren als jüngste CDU-Abgeordnete in den Landtag von Baden-Württemberg eingezogen war, ist nicht nur gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, sondern auch Sprecherin für Jugendpolitik.

Der CDU-Bundegeneralsekretär betonte die derzeitige Corona–Lage und die schwierige Situation, in der sich die politischen Entscheidungsträger derzeit befinden. Auf der einen Seite wolle man zwar sukzessive zur Alltagsnormalität zurückkehren, auf der anderen Seite wisse man jedoch nicht, wie sich die Virusmutationen weiterverbreiten werden. In der vergangenen Woche seien vereinzelt nicht nur die Inzidenzwerte wieder angestiegen, sondern auch der R-Wert ging wieder leicht noch oben, so der CDU-Bundespolitiker. Dies müsse man auf jeden Fall verschärft im Auge behalten, um nicht wieder bei Null anfangen zu müssen, so Ziemiak. Große Hoffnung machten jedoch weiter zugelassene Impfstoffe und die steigenden Impfzahlen. Täglich würden teilweise bis zu 150.000 Impfdosen geimpft, so der Generalsekretär.

Einen Seitenhieb in Richtung SPD konnte sich Ziemiak hierbei nicht verkneifen. Bei all den Corona-Entscheidungen tue die SPD gerade so, als sei sie Oppositionspartei, so der CDU-Politiker. Und dies, obwohl sie diese Entscheidungen ja mitgetroffen haben, so Ziemiak weiter.

Aber auch bundespolitische Themen kamen am Abend zur Sprache. Auf die Frage eines Teilnehmers nach der späten Nominierung des CDU-Kanzlerkandidaten antwortete Ziemiak, dass dies aus seiner Sicht kein Problem sei. Zwischen Ostern und Pfingsten werde die CDU ihren Kanzlerkandidaten haben, versprach der Generalsekretär.

Die Antwort auf die abschließende Frage eines Teilnehmers, ob man denn Friedrich Merz nun bundespolitisch einbinden werde, beantwortete Ziemiak mit einem kurzen aber klaren Ja. Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet und Friedrich Merz stünden diesbezüglich in regem Kontakt. In welcher Funktion Merz jedoch im Herbst zum Team stoßen werde, wolle man derzeit noch nicht verraten, so der Bundesgeneralsekretär.

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Neue Kraft und neue Energie für Baden-Württemberg

19. Februar 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Wahl | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ der Ettlinger CDU-Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin MdL durften wir zum Abschluss der zurückliegenden Woche den Baden-Württembergischen CDU-Generalsekretär Manuel Hagel als Referenten begrüßen.

Hagel gehört seit April 2016 dem Landtag von Baden-Württemberg an, seit August 2016 ist er Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg.

Im Verlauf der Onlinekonferenz ging der Landespolitiker auf die zahlreichen Fragen der Teilnehmer sowie auf die Schwerpunkte der CDU Baden-Württemberg in der bevorstehenden Legislaturperiode ein, mit denen der Weg aus der Krise für das Land erfolgen soll.

Vor allem in Sachen Wirtschaft und Digitalisierung müssten die richtigen Rahmenbedingungen für das Land geschaffen werden, um Mut und Unternehmergeist zu entfachen, so der CDU-Generalsekretär. Bedenken und Bürokratie dürften hierbei kein Hindernis darstellen.

Das Thema Bildungspolitik betreffend konstatierte Hagel, dass das Land ein Bildungssystem benötige, das die unterschiedlichen Begabungen junger Menschen fördere. Grundlage dafür sei ein mehrgliedriges und durchlässiges Schulsystem. Hiermit würden die Kinder optimal für den Berufseinstieg vorbereitet, so der CDU-Generalsekretär.

Ein ebenso wichtiges Thema für die CDU ist die soziale Sicherheit. Diese umfasse neben einer guten Altersversorgung genauso die gesundheitliche Sicherheit in Pandemie-Zeiten sowie die Sicherheit in den eigenen vier Wänden, so Hagel. Bezahlbarer Wohnraum in den Städten genauso wie auf dem Land sei der CDU aus diesem Grund genauso wichtig wie der Schutz vor Kriminalität und eine starke Präsenz der Polizei auf unseren Straßen, so der CDU-Politiker weiter.

Auch auf Fragen zu den Themen wie bspw. Klimaschutz, Gesundheit und Pflege oder die Mobilität von morgen ging der CDU-Generalsekretär am Abend ein und stellte sich dem Austausch der Mitglieder.

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Mobilität der Zukunft

18. Februar 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Vor Ort | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ der Ettlinger CDU-Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin MdL war am Donnerstagabend der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger MdB, zu Gast.

Bilger, der seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags für den Wahlkreis Ludwigsburg ist, sprach sich zu Beginn der Videokonferenz dafür aus, dass man den klassischen Verkehrsträger „Straße“ auf jeden Fall weiterhin im Blick haben müsse, denn trotz Klimakrise habe der Individualverkehr in Deutschland kräftig zugenommen, so der Bundespolitiker. Auf mehr als jeden zweiten Einwohner kommt laut Statistischem Bundesamt ein Pkw. Darüber hinaus wachse jedoch auch die Zahl der Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, konstatierte Bilger. Die Lösungen hierfür müssten nachhaltiger, umweltfreundlicher, aber einfach auch besser für die Menschen werden.

Der parlamentarische Staatssekretär hob in dem Zusammenhang die rasante Entwicklung in puncto „Autonomes Fahren“ hervor, die vor allem in Karlsruhe im Rahmen des Projekts „Testfeld Autonomes Fahren“ sehr vorangetrieben werde. „Hier sind die Badener uns Schwaben ein ganzes Stück voraus“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Aber auch die zahlreichen Antriebsarten waren Thema bei der Onlinekonferenz. So habe die Bundesregierung bspw. nationale Wasserstoffstrategien entwickelt, die auch für den Lkw-Verkehr ein wichtiger Baustein seien, so Bilger. Ein Drittel des Güterverkehrs soll schließlich bis zum Jahr 2023 auf Elektro- aber auch auf Wasserstoffantrieb umgestellt werden. Die Hersteller müssten hierfür im wahrsten Sinne des Wortes „Gas geben“, um diese Antriebsarten bis dahin umsetzen können, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium. Am Anfang werde es hierfür selbstverständlich auch entsprechende Förderungen von Seiten des Bundes geben, so Bilger weiter. Auf die Frage eines Online-Teilnehmers hinsichtlich alternativer Antriebsarten im Luftverkehr sagte der Politiker, dass dies in der Zukunft auch eine Rolle spielen werde, jedoch würde diese Entwicklung noch andauern.

Was die Elektromobilität auf deutschen Straßen betrifft, so nehme diese zwar stetig zu, jedoch mache die Anschaffung eines Fahrzeugs mit Elektromotor vorerst nur für kürzere Distanzen Sinn, auch deshalb, weil es noch zu wenig Schnellladesysteme auf Deutschlands Straßen gäbe. Dies sei dem Bund bewusst, man werde für längere Reichweiten nun zügig weitere Schnellladesysteme an Bundesstraßen, Rasthöfen etc. aufstellen. Interessant zu beobachten sei, dass der Trend nicht zu kleinen und kompakten Elektrofahrzeugen gehe, sondern hin zu schweren Fahrzeugen, wie bspw. SUVs, so Bilger.

Auf die Frage hinsichtlich des Ausbaus von Radschnellwegen für Berufspendler bspw. antwortetet der Bundestagsabgeordnete, dass in diesem Bereich in den nächsten Jahren viel investiert und die Infrastruktur optimiert werde. Der Kauf von Pedelecs und E-Bikes habe in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Abschließend ging der CDU-Politiker noch auf Wahlkreis-betreffende Fragen ein. Was den Lärmschutz Mutschelbach betrifft bspw., so stehe man in regem Kontakt mit der Gemeinde und auch mit der örtlichen Bürgerinitiative, um weitere Verbesserungen in Sachen Lärmschutz für die Bürger an der stark befahrenen A8 zu erzielen. In den nächsten Jahren werde der Bund u.a. den Asphalt auf dieser Autobahnteilstrecke tauschen. Zum 1.1.2021 hat der Bund Planung, Bau, Betrieb, Erhalt und Finanzierung der Autobahnen übernommen. (Anm. d. Red.)

Schließlich ging Bilger noch auf die Digitalisierung im Bereich des Schienenverkehrs ein. Hierdurch könne allein die Güterverkehrseffizienz von 19% auf mindestens 25% gesteigert werden. Für die Digitalisierung im Bereich des Schienenverkehrs allgemein werde europaweit ca. € 1. Mrd. investiert werden müssen, so der Staatssekretär.

Wasserstoff als Energieträger der Zukunft – Landespolitiker sprach über Zukunftsinnovationen und Klimaschutz

12. Februar 2021 | no comments | Allgemein Neumann-Martin trifft Vor Ort | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ der Ettlinger CDU-Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin MdL war in der vergangenen Woche der Unternehmer und Sprecher für Industrie und Handel der CDU-Landtagsfraktion, Claus Paal MdL, zu Gast.

Paal, der seit 2011 Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg ist, übernahm 1993 das Unternehmen seines Vaters – die 1965 gegründete PAAL Verpackungsmaschinen GmbH. Am Abend sprach der Wirtschaftspolitiker u.a. zu dem Thema „Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg – Zukunftsinnovationen und Klimaschutz“.

Hierbei kam auch die aktuelle, durch Corona herbeigeführte derzeitige Lage für die deutsche Wirtschaft zur Sprache. Auch wenn diese dramatisch sei, so gelte dennoch „Gesundheit geht vor“, so Paal. Aber es gäbe auch Konzepte die es ermöglichten, den Einzelhandel wieder zu öffnen, so der Landespolitiker. Weiter führte er aus, dass Corona ein Brandbeschleuniger für die Wirtschaft gewesen sei. Vor allem der Einzelhandel habe es durch den zunehmend stärker werdenden Onlinehandel ohnehin schon nicht leicht, so Paal. Der Wirtschaftsexperte richtete sogleich einen Apell an die Politik – Innenstädte dürften auf keinen Fall aussterben, diese seien nicht nur für den Einzelhandel, sondern auch für das soziale Leben existentiell. Man müsse den Mittelstand definitiv im Blick haben, die Politik müsste gerade jetzt alles für seinen Fortbestand tun, so Paal. Großkonzerne bräuchten diese Hilfe nicht in dieser Form, sie „machen ihre eigene Politik“, so der CDU-Politiker. Eines dürfe die Politik jetzt auf keinen Fall tun, nämlich Steuererhöhungen für Unternehmen verabschieden. Denn dies würden in dieser Situation den sicheren Tod für mittelständische Betriebe bedeuten, so der Unternehmer.

Der Landespolitiker ging darüber hinaus auch auf die Corona-bedingten Auswirkungen auf die Automobilindustrie ein. Diese Branche habe ebenfalls Schwierigkeiten, da die Lieferketten stockten und nicht mehr gut funktionierten und dadurch zahlreiche notwendige Fahrzeugkomponenten fehlten, wie z.B. Platinen u.ä. In diesem Zusammenhang sprach sich Paal für Technologieoffenheit aus. Man dürfe sich nicht ausschließlich auf den Elektroantrieb fokussieren, sondern auch auf synthetische Kraftstoffe und Wasserstoff. Die Erdölvorkommen würden zunehmend knapper, dieses werde ausgehen, die Frage sei nur noch, wann. Man müsse sich vor Augen führen, dass der „noch stark vernachlässigte Wasserstoff bereits vor dem Erdöl vorhanden war“, so der Politiker, dieser Stoff werde definitiv niemals aufgebraucht und sei der Energieträger der Zukunft. Dieser werde sich langfristig auch in unseren Häusern und Wohnungen durchsetzen. Eine Gefahr sieht Paal allerdings auch hier, nämlich die, dass man erneut zu lange weiterforsche und andere Länder schließlich wieder Vorreiter darin sein werden, den Wasserstoffantrieb weiter voranzubringen.

Aber auch über Digitalisierung und Klimaschutz wurde am Abend gesprochen. Baden-Württemberg sei bei Erstgenanntem führend, Künstliche Intelligenz und cognitive robotics bspw. seien hochinteressante Themen, die für die Zukunft entscheidend seien, so Paal. Den Klimaschutz betreffend sagte der Landespolitiker, dass vor allem die weitere Reduktion von CO2 das Allerwichtigste sei. Da ihm dieses Thema sehr wichtig ist hat der Unternehmer eine Klimaschutzstiftung gegründet, die sich um Zukunftsthemen im Bereich Klimaschutz kümmert und verstärkt dafür einsetzt. Hier gäbe es sehr viel zu tun, so Paal, vor allem vor dem Hintergrund, dass bspw. China im Schnitt jede Woche ein Kohlekraftwerk baue. Große deutsche Unternehmen, wie z.B. SAP, Bosch und Stiehl wollen ab dem Jahr 2022 klimaneutral produzieren. Hier müssten weitere namhafte Unternehmen und Großkonzerne mit gutem Beispiel voran gehen und sich anschließen, so der CDU-Landtagsabgeordnete.

In den nächsten Wochen werden weitere interessante Referenten im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft“ zu Gast sein. Informieren Sie sich hierzu gerne unter christine-neumann.info

Europa muss gemeinsame Strategie im Kampf gegen Pandemien entwickeln

9. Februar 2021 | no comments | Allgemein Corona-Virus Neumann-Martin trifft Vor Ort | by: Andreas Köhler

Im Rahmen des Onlineformats „Neumann-Martin trifft…“ der Ettlinger CDU-Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin MdL war in der vergangenen Woche der langjährige CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok zu Gast.
Brok, der 39 Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments und in dieser Zeit auch über 13 Jahre Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten in Brüssel und Straßburg gewesen ist, sprach am Abend u.a. über Deutschlands Herausforderungen 2021 und seine Rolle in der Europäischen Union.

Was den europäischen Umgang mit Covid19 betrifft, so kritisierte der ehemalige Europapolitiker, dass die Zusammenarbeit nicht schon viel früher grenzüberschreitend erfolgt ist. Man hätte frühzeitig eine gemeinsame Strategie entwickeln müssen, dies sei auch für etwaig in der Zukunft auftretende Virusmutationen relevant. Man benötige alleine 5-6 Monate Zeit, um notwendige Einrichtungen auf einen neuen Impfstoff umzustellen, so Brok.
Außerdem müsse sich Europa in dieser Hinsicht unabhängig von China und den USA machen und gemeinsame Mechanismen generieren, nur so könne man solche Situationen erfolgreich bewältigen. Ein nationaler Schutz alleine genüge hierbei nicht, so der ehemalige Europaabgeordnete.

Doch nicht nur Fragen rund um das Thema Corona stellte sich Brok am Abend, sondern auch solchen über grenzübergreifende politische Themen. So kam neben dem Umgang von Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem Oppositionspolitiker Alexei Navalny auch Nordstream2 und die zukünftige Politik Nordamerikas unter dem neuen Präsidenten Joe Biden zur Sprache. Letzteren kennt der ehemalige Europapolitiker noch aus seinen aktiven Zeiten persönlich und weiß daher, dass Biden schon immer der Meinung war, dass die USA mit Europa zusammen einen Standard entwickeln müssten, um stark gegenüber China agieren und auftreten zu können. Die Zusammenarbeit mit den USA hält Brok daher für wichtig, auch wenn sie bis vor kurzem, unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump, undenkbar gewesen ist. Dieser hatte mit seinem „America First“ – Leitspruch ausschließlich Eigeninteressen in der Welt vertreten, so Elmar Brok.